18 – Schläfst du schon – oder zählst du noch? Teil 1

 

Schlafmangel mach dick, dumm, krank und aggressiv

Kommt euch das bekannt vor? Druck von oben, von unten, auch sogar von der Familie?

In Führungspositionen steht man oft alleine da. Der Austausch mit Kollegen gestaltet sich oft schwierig, wird vielleicht sogar als Schwäche gesehen. Die Gedanken kreisen im Kopf, begleiten einen bis tief in die Nacht hinein und rauben dir den Schlaf. Du kommst nach Hause, deine Kinder, der/die PartnerIn stellen Ansprüche … sie vermissen dich! Du jedoch weißt nicht wo dir der Kopf steht. Deine Energie schwindet. Am Morgen stehst du müde auf und sollst den Tag über „funktionieren“!

Ein Schlafzyklus dauert ca. 90 min

Die ersten Tiefschlafphasen sind die wichtigsten und längsten, da hier der „Waschgang“ des Gehirns passiert, egal wann du ins Bett gehst Gegen den Morgen verlängert sich die REM- Phase (Traumphase).

Bist du Kurzschläfer oder Langschläfer?

Kurzschläfer genügt 4 bis 5 Stunden Schlaf aus, Langschläfer können 9 Stunden und mehr schlafen. Ausschlaggebend ist, wie man sich nach dem Aufstehen fühlt. Man ist leistungsfähig und aktiv, dann ist die Schlafdauer genau richtig. Schläft man z.B. 7 Stunden und ist nach wie vor müde, schläft man zu kurz oder zu lange. Experimentiere mit deiner Schlafdauer!

Bist du Lerche oder Eule?

Nicht nur die Schlafdauer auch der Zeitpunkt, wann du ins Bett gehst, spielt eine  große Rolle bei der Schlafqualität.

 

 

Lerchen sind aktiv am Morgen und vormittags und stehen daher früh auf. Ihr Leistungstief beginnt nachmittags. Abends sind sie müde und gehen daher früh ins Bett.

 

 

Eulen sind erst am Nachmittag und Abend in Bestform. Eulen gehen spät ins Bett und stehen daher auch später auf.

Harte Arbeit während des Schlafes

Der Schlaf ist dazu da, dass Emotionen und Eindrücke in der REM-Phase (Rapid Eye Movement) verarbeitet werden.

  • In der Tiefschlafphase regeneriert der Körper, das Immunsystem arbeitet, und repariert.
  • Der Stoffwechsel wird reguliert
  • Auch der Muskelaufbau erfolgt im Schlaf
  • Nach dem Lernen sollte man schlafen, um das Gelernte abspeichern zu können. Schüler, die zu wenig und schlecht schlafen, merken sich Informationen schlechter!
  • Auch Erwachsene sind leichter reizbar, weniger belastbar und können aggressiver, als im ausgeschlafenen Zustand, auf Situationen reagieren.

Schlafprobleme machen dick

 

Tagsüber, im Wachzustand wird das appetitanregende Hormon Ghrelin produziert. Durch die appetitzügelnde Wirkung von Leptin überdauert der Körper die Nacht ohne Nahrungsaufnahme. Nach einer anstrengenden, schlafarmen Nacht, ohne Entspannung, verlangt der Körper nach mehr Nahrungsaufnahme.

Die unausgeschlafenen Menschen haben einen größeren Appetit. Manche leiden sogar an Heißhungerattacken.

Was hat „chillen“, tagsüber, mit Schlaf zu tun?

Tagsüber wird Aktivität benötigt um agieren zu können. Oft vergisst man jedoch leider zwischendurch den Stresslevel oder die Anspannung wieder zu senken. Du wirst dich jetzt fragen warum sollte ich das tun? Der Körper muss trainiert werden, sich entspannen zu können. Woher soll der Körper wissen wie Entspannung funktioniert, die man unter anderem braucht, um einschlafen zu können, wenn man es nicht übt?

TIPP: Entspannung von nur 3 Minuten vormittags und 3 Minuten nachmittags hilft dir deine Schlafqualität zu steigern. Voraussetzung ist allerdings die konsequente, tägliche Durchführung.

Entspannung kann sein:

  • Atemübungen
  • geführte Kurzmeditation ( siehe Blog 06 vom 22.08 2017)
  • persönliche Musik
  • Bilder mit schönen Assoziationen …

Ich wünsche dir viel Erfolg beim „Schlaftraining“. In der nächsten Folge erhältst du weitere INFOS zum Thema Schlaf.

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